Tag: skateboarding


FS 50-50 BS 180

Hallo, du hast gerade wahrscheinlich erst mal ziemlich lang das Bild auf dieser Seite angestarrt, um überhaupt zu checken, was für ein Trick das ist – und jetzt willst du mehr über diesen Typen auf dem Foto wissen. Kein Problem, aber ehrlich gesagt ging’s mir ganz ähnlich, als ich Malte Spitz zum ersten Mal beim Skaten getroffen habe: Seine angenehm ruhige und freundliche Art und seine erfrischende Trickauswahl, kombiniert mit einer guten Portion Stil, machten mich auf Anhieb neugierig.
Search & Destroy und Radio wurden ebenfalls recht bald auf sein Talent aufmerksam, so dass Malte innerhalb kurzer Zeit fester Bestandteil der beiden Teams wurde, wo das Chaos regiert. Da Herr Spitz mit seinen jungen Jahren eher zu den vernünftigeren Chaoten gehört, übernahm er ohne zu zögern verantwortungsvolle Aufgaben und navigierte z.B. schon häufiger unser Tourmobil sicher ans Ziel.
Mit Malte zu reisen ist eine äußerst entspannte Angelegenheit, und mir fiel daher die Entscheidung auch beim zweiten Mal leicht, mit ihm in ein Flugzeug nach Paris zu steigen. Die Streetspots der Stadt und die damit verbundenen Möglichkeiten waren schier unendlich, und manch anderer hätte wohl gar nicht mehr mit dem Skaten aufgehört, Malte jedoch wusste auch die schönen Seiten des Lebens in Frankreich zu schätzen…
So wurden das ein oder andere Mal, als die Energiereserven zur Neige gingen, Käse, Baguette und Wein eingekauft, für ein kleines Picknick am Kanalufer. Für einen jungen Nachwuchsripper ist Malte doch schon verdammt erwachsen, und er hat einfach eine gesunde Einstellung zu den Dingen, ohne dabei den Spaß aus den Augen zu verlieren. Insofern kann man nur sagen: Die Zukunft gehört dir, und sie hat schon längst begonnen…

Text: Valeri Rosomako
Photo: Alex Pires

Hausbesuch bei Pedro Barros

Ohne Zweifel ist Pedro Barros eines der größten Talente Brasiliens. Er ist anders als die Contest-Maschinen oder die technischen Wunderkinder, die man sonst aus Südamerika kennt, denn er ist vor allen Dingen ein Allrounder. Egal, ob in der Transition oder auf der Straße, zeichnet sich der erst 18-Jährige durch eine besondere Energie und kraftvolle Dynamik aus. Seine Art, Skateboard zu fahren, ist schnell, kompakt und mutig. Und das sind eigentlich Dinge, die man schon über ihn weiß bzw. die offensichtlich sind, wenn man seine Coverage gesehen hat. Nachdem wir gehört haben, dass er einen Bowl im Garten seines Hauses hat, wollten wir es genauer wissen: Wie wohnt eigentlich Pedro Barros? Wir haben einen Hausbesuch gemacht.

Das Grundstück ist 12.000 Quadratmeter groß und befindet sich in Florianopolis auf einer Insel im Süden Brasiliens. Auf dem Gelände gibt es eine Halfpipe, eine Miniramp und einen Bowl, während eine Street-Area momentan gebaut wird. Bis zum Strand sind es nur zwei Minuten. Was mag Pedro wohl am liebsten an seinem Zuhause? „Ich lebe ja im Dschungel auf einem Berg, das heißt, kein Mensch kann hier ungehindert hoch. Ich genieße neben dem ganzen Medien-, Contest- und Travel-Wahnsinn diese Ruhe, die mir der Dschungel hier oben gibt.“ Gebaut wurde alles von den Jungs selbst, natürlich mit Hilfe von Leuten, die Ahnung von Bowls haben. Sie sind aber alle aus dem Viertel und selbst Skater.

Geboren ist Pedro in Australien, er kam erst im Alter von sieben Jahren nach Florianopolis. Man kann sich also vorstellen, dass er eine schöne Kindheit gehabt haben muss. Auf die Frage nach besonders schönen Erinnerungen, stellt sich heraus, dass sein Vater eine Schlüsselfigur ist: „Er hat mir von Anfang an das Skaten beigebracht und mich überall hingefahren. Ich bin glücklich, dieses Leben zu führen, das ohne die Hilfe meines Vaters niemals möglich gewesen wäre. Es gibt kein spezifisches Erlebnis, alles ist wie ein großer Traum: Skaten, surfen, leben…“


Tucknee FS Ollie

Apropos surfen – und wie eingangs schon erwähnt: zum Strand sind es gerade mal zwei Minuten. Da ist es natürlich nicht verwunderlich, dass Pedro nicht nur auf dem Skateboard unterwegs ist, sondern ebenso gerne auf dem Surfboard steht. Wie kann man sich also einen normalen Tag vorstellen? „Ich stehe meist sehr früh auf und gehe mit meinen Jungs surfen. Danach ruhen wir uns aus, bevor wir dann später skaten gehen. Je nachdem, worauf wir Bock haben, entweder Mini, Bowl, Halfpipe oder Street. Surfen relaxt mich total und gibt mir die Power zum Skaten; außerdem versuche ich ständig, Skatetricks aufs Surfen zu übertragen.“

Im Viertel Rio Tavares leben 1.200 Menschen, und es ist Teil der brasilianischen Kultur, den Tag miteinander zu verbringen. So kommt es meist täglich vor, dass Pedro und seine Homies miteinander abhängen, den Grill anschmeißen oder sich Gedanken über Bier machen. „Ich esse eher wenig Fleisch und bevorzuge lieber eine Açai (brasilianische Palmherzen). Bald brauen wir unser eigenes Bier, das wird ‘Layback’ heißen. Der Name sagt eigentlich alles.“

Photos: Helge Tscharn
Surfphoto: Andre Barros
Text: Benni Markstein

Ist denn heute schon Weihnachten? Sorry. Aus dem Hause adidas Skateboarding kommt dieser neue Edit mit feinstem Streetskating aus Vancouver, Seattle und Portland. Mit dabei sind Dennis Busenitz, Silas Baxter-Neal, Marc Suciu, Nestor Judkins, Rodrigo TX, Jake Donnelly, Lem Villemin, Benny Fairfax, Kevin Lowrey und der neuste Teamzugang Alec Majerus. Wow.

Das Kapitel #SK8DLXCHINA geht nun mit der dritten Webisode zu Ende und wie sollte es anders sein: Das Beste zum Fest. Willow, Denny Pham, Christoph Radtke, Ben Dillinger und Danny Sommerfeld machen ernst und zerlegen den chinesischen Granit, sogar mit dem vielleicht kleinsten Stück Wachs der Welt.

So kurz vor dem Jahresende ist es schonmal okay, einen Blick auf die vergangenen 365 Tage zu werfen und das Jahr Revue passieren zu lassen. Dachten wir uns, gruben uns durch unsere Archive und fanden diese 10 Highlights aus dem Jahre 2013 – viel Vergnügen!

Platz 10 – Top 10 Skate Tattoos
Nichts ist für die Ewigkeit, doch Tätowierungen sicherlich. Und es gibt große Unterschiede: Von der Wahl des Motivs, bis hin zur technischen Ausführung, schließlich ist Tätowieren… mehr

Platz 9 – HUF x Civilist Stoopseurotour
HUF und Civilist veranstalteten gestern am Pappelplatz in Berlin Mitte eine kleine, feine BBQ Session mit Würstchen, Bier und Skateboarding. Was ursprünglich… mehr

Platz 8 – Vogelfreiheit Berlin
Auf dem ehemaligen Rollfeld des Tempelhofer Flughafens entstand, dank des jahrelangen Einsatzes von Projektinitiator Adam Sello eine einzigartige Skulptur namens… mehr

Platz 7 – Battle at the Bänke
Am Go Skateboarding Day, dem offiziellen Feiertag der Skateboader und gleichzeitigem Sommeranfang, haben wir in dritter Edition den beliebten und ehrlichen Street… mehr

Platz 6 – Smalltalk Alex Mizurov
Bei Alex Mizurov hat sich in den letzten Wochen einiges getan. Wir meinen damit gar nicht mal, dass er unentwegt am Filmen ist, um Footage für mehrere Projekte seiner … mehr

Platz 5 – Full Part – Yoshi Tanenbaum Stereophonic Sound
Er hat unsere komplette letzte Ausgabe 42 rasiert, sein Interview in wenigen Tagen geschossen und einen der härtesten NBDs des Jahres an der Baustelle … mehr

Platz 4 – Top 10 Hot Skategirls on Instagram
“Skateboarding is so hot right now?” – Entscheidet selbst, hier sind unsere Top 10 der heißesten Skategirls via Instagram… mehr

Platz 3 – 60 Seconds to Flow – das Voting
Die PLACE Expertenjury hat die Top 10 Clips ausgewählt, die es in die nächste Runde zum Online Voting auf PLACE TV geschafft haben. Stimme nun für deinen Favoriten, indem du… mehr

Platz 2 – Bianka Echtermeier – wie es sich anfühlt…
Die Brigitte Redakteurin Bianka Echtermeyer schrieb einen Artikel über Skateboarder und hat dafür den Shitstorm ihres Lebens kassiert. In der neuen Ausgabe ist… mehr

Platz 1 – Nyjah Houston – Fade to black
Der neue Part von Nyjah Huston beinhaltet fünf Minuten des härtesten Streetskateboardings, das die Menschheit je erleben durfte. Egal ob große Stufensets… mehr

Die zweite Folge Epicly Later’d mit Sean Malto ist raus – und, wie die erste Folge auch, sehenswert. Wir erfahren unter anderem, wieso er in Kansas City bleibt und nicht nach Kalifornien auswandert, wieso er nach dem Intro von Pretty Sweet mit dem Krankenwagen abgeholt werden musste und ein Paar Hammer bekommen wir auch noch zu sehen. Click play!

Das Emerica Team war vergangenen Sommer samt Collin Provost, Jeremy Leabres, Rob Maatman, Eniz Fazilov, Leo Romero und einigen mehr in der Hauptstadt auf Mission. Den Clip zur Demo hatten wir hier bereits – heute gibt es noch ein bißchen Footage von der Straße – und einen Trick von Heath Kirchart

via

Das Wetter in Portland zeigt sich nicht immer von seiner besten Seite – gut, dass Silas Baxter Neal nun eine Halle sein Eigen nennen kann, in der er mit seinen Buddies Aaron Roney, Chris Hart, Nikhil Tayer, Mikey Chin, Brent Atchley und Tyler Bledsoe auch bei schlechtem Wetter skaten kann…

Jean Gerrit Wefeld, auch bekannt als Carlos Diaz ist halb Honduraner und wohnhaft in Bensheim. Neue Tricks bei der täglichen Aufwärm-Session am Flat-Rail des Fort-Knox Skateshop werden bei ihm schnell zu Standards. Wenn das deutsche Wetter und der Vorabend es zulassen, werden diese Standards auch gerne an neuen Spots ausprobiert und gefilmt. Gerrit skatet mit easy Flow und macht seine Tricks mit Leichtigkeit. So leicht, dass es manchmal schon fast nerven kann. Getreu dem Motto “Ein Honduraner kennt keinen Schmerz”, macht Jean-Gerrit auch vor harten Spots nicht Halt: Fährt er dann einen Trick an einem solchen Spot aus, bleiben ein breites Grinsen und Umarmungen für alle Homies nicht aus. Überzeugt euch selbst:

Zur Zeit filmt Carlos für seinen Part im „Seconds last forever“ Video – also haltet die Augen offen.
Unterstützt wird Jean von Jart Skateboards, DC shoes und dem Fort Knox Skateshop.

Der Clip wurde gefilmt und geschnitten von Niclas Rickes.
Das Portrait hat Curtis Spahl geschossen.

Marlon Lange ist einer der motiviertesten, wenn nicht sogar der motivierteste Skateboardfahrer, den ich kenne. Es mag auf den ersten Blick vielleicht nicht so aussehen, da Marlon beim Skaten sehr gerne am Jammern ist, am liebsten, weil die Curbs mal wieder zu niedrig und zu stark gewachst sind oder irgendwelche Kiddies im Weg stehen. Auf einem Contest wird man ihn auch nicht unbedingt antreffen. Aber wenn es darum geht, in den Straßen unterwegs zu sein, ist er – solange er laufen kann – immer am Start. Marlon hat andauernd neue Trickideen und Spots auf Lager, er ist superproduktiv und kann auch einiges hinter der Kamera, egal ob Film oder Foto. Sein Skaten kann man sich beispielsweise im letzten „Bottomline Crew“- oder im „Ontime“-Video anschauen. Beide Parts hat er in beachtlich kurzer Zeit gefilmt und hat mittlerweile schon wieder einiges an Footage gesammelt. Marlons Markenzeichen ist auf jeden Fall sein Pop: Er ist schon so manches Gap hoch anstatt runter gesprungen und kommt easy switch oder auch per Impossible über eine Fullsize-Parkbank. Apropos Impossible: Obwohl er eine Zeit lang ein bisschen so aussah wie Dylan Rieder, hatte er den Trick schon lange bevor der Hype losging on lock. Auch S.K.A.T.E sollte man nicht unbedingt mit ihm spielen, weil dann gerne mal so etwas wie ein Triple-Flip oder Ähnliches kommt. Aber auch neben dem Skateboarding ist Marlon ein guter Junge: Er ist gerade auf dem Weg Architekt zu werden, ein großer Musik-Kenner und vor allem ein verdammt guter Freund.
Bevor ich’s vergesse, Marlon hat noch so einen lustigen Tick: Er mag es nicht, wenn jemand sein Skateboard für ihn aufhält, wenn es wegrollt, nachdem er gebailt hat. Jetzt wisst ihr Bescheid!

Text: Segio Grosu
Photo: Leo Preisinger

Der aus Irland stammende Joe Hill nimmt uns für Lufthansa mit auf eine Entdeckungstour durch seine Wahlheimat Hamburg. Sein Weg führt ihn über die Magellan Terrasen, dem Titus Shop, dem Flora Bowl, der I-Punkt Halle und einer Kiezkneipe und somit an einige der besten Spots der Hansestadt. Man erfährt interessante Eindrücke aus Joes Perspektive über die deutsche Kultur und der Hamburger Szene.

Süddeutschland ist schön und so hat sich das Team Titus in diesem Sommer auf den Weg nach Nürnberg, Regensburg, München, Augsburg und Passau gemacht. Bei gutem Essen, Stimmung und neuen Spots fielen auch diverse sehenswerte Tricks. Taugt.

Am kommenden Freitag findet in Kreuzberg eine Rampeneröffnung der besonderen Art statt. Das White Trash, bekannt für Burger und Rock ´n Roll, bezieht in naher Zukunft sein neues Zuhause im Flutgraben 2, in dessen Räumlichkeiten auch die neue Rampe steht. Die Session startet um 18.00 Uhr, es gibt Freibier für die besten Tricks. Ab 20.00 Uhr wird eine Ausstellung von Nomad und weiteren Künstlern eröffnet, bevor das Treiben später mit diversen DJs in die Partynacht übergeht. Volles Programm also, dementsprechende sind Vorbeikommen, Skaten, Staunen, Schauen, Trinken und Tanzen ausdrücklich erwünscht. Mehr Infos im FB Event.

Geplant und gebaut wurde die Rampe von “Planen und Sagen”, der noch kleinen Company von David Lichtenauer, Lars Noll und Alex Böhm aka dem LoveMe Collective, die Veranstatung wird präsentiert vom Pinkhaus Skateshop und dem White Trash.

Pics: Michael Kleber

Die auch als “Motor City” bekannte Stadt Detroit hat in jüngster Vergangenheit hauptsächlich durch ihre Missstände und Pleitenachrichten auf sich aufmerksam gemacht. Und wer hat nicht irgendwann schon mal eine Doku über den Verfall einer ganzen Metropole gesehen. Doch wo es Räume gibt, entsteht Kreativität und wo es urbanen Platz gibt, fühlen Skateboarder sich wohl. Das wusste auch der französiche Fotograf und Freund des Hauses Kévin Métallier und so hat er eine Crew bestehend aus Michi Mackrodt, Oscar Candon, Julien Bechet und Bastien Duverdier um sich geschart, um der Geisterstadt einen Besuch abzustatten. Es folgt eine Woche Skateboarding in folgender Videodokumentation.

Den ganzen Artikel gibt es im Red Bull Skateboarding Channel.

Nach den ersten Eindrücken hinter die Kulissen der #SK8DLXCHINA Tour und der ersten Webisode letzte Woche folgt nun Part 2 mit Danny’s Umgang mit den chinesischen Ordnungshütern.
Aber auch Fans von Denny Pham, Willow, Ben Dillinger und Christoph Radtke werden nicht enntäuscht werden…

Aus Schweden kommt eine neue Dokumentation über die Stadt Malmö und seiner einzigartigen Beziehung zu Skateboarding und Beton. Verantwortlich für das Projekt sind der Filmer Philip Evans und Fotograf Nils Svensson, seines Zeichens Haus- und Hofkollege von Polar Skateboards. In einem ersten Auszug äußerst sich Pontus Alv über den Nachwuchs mit besonderem Augenmerk auf seinen Schützling Oskar Rozenberg Hallberg aka Oski. Von diesem jungen Styler darf man noch einiges erwarten.

Die DVD Deluxe Edition gibt es hier.

Skateboarding ist für immer. Einmal damit angefangen zu haben, bedeutet zwar nicht unbedingt, dass dein gesamtes weiteres Leben davon abhängt oder davon definiert wird, doch es könnte durchaus der Grundstein für alles Weitere sein, denn neben dem eigentlichen Geschehen öffnen sich meist ja auch noch ganz andere Türen, wenn man sie denn sehen (und öffnen) möchte.

Erik Groß ist leidenschaftlicher Skateboarder, HUF-Deutschland-Teamfahrer, dazu extrem smart und einer, zu dessen Hobbys seit einigen Jahren auch die analoge Fotografie gehört. Alles Eigenschaften, die ihm einen Tourbesuch mit Dylan, Cromer, Huf etc. beschert haben, wodurch so einige schöne Bilder entstanden sind – die Resultate, eine Kombination aus geschultem Auge, einem schnellen Zeigefinger, etwas Glück und der nötigen Prise Geduld, könnt ihr in diesem Artikel bewundern. Die hier gezeigten Aufnahmen erzählen Eriks persönliche Geschichte von einer Tour, deren Protagonisten zusammen wohl eines der momentan angesagtesten Teams der Welt darstellen.


Austyn Gillette – BS TS


Brad Cromer – Ollie


Dylan Rieder – BS Nosegrind revert

Der übliche Tourbericht über amerikanische Teams in unserem Lande verlangt zunächst zwei, drei Standard-Grundzutaten: bekannte Skater an einem zumeist ebenfalls bekannten Spot und einem Manöver, das man im Idealfall bis dato noch nicht gesehen hat. Umso erfrischender daher, wenn ausnahmsweise kaum Tricks gezeigt werden, alles in Schwarz/Weiß gehalten ist – und der Mann, der die Fotos schießt, selbst als Skater Teil des Geschehens ist.

Erik Groß arbeitet momentan an seiner Masterarbeit in Geographie und hat trotzdem die Zeit gefunden, sich zusammen mit seiner Nikon FM2, einem Kodak Tri-X 400- und einem Fuji Acros 100-Film für einige Tage dem Tourleben hinzugeben. So konnte er aus der Sicht des beteiligten Skaters – schließlich ist er, wie gesagt, HUF-Deutschland-Teamfahrer –, etwas andere Einblicke liefern. Eriks Kommentar: „Die Stimmung im Team war super. Die Jungs haben harmonisch zusammengewirkt, und keiner hat irgendwie schlechte Laune verbreitet. Sie hatten einfach Spaß, obwohl sie da schon ca. zwei Wochen unterwegs waren. Und dafür, dass ich nur zwei Tage dabei war, haben sie mich echt nett aufgenommen.“ Natürlich hätte er sich auch einiges an Arbeit sparen können, doch einfach nur das iPhone aufs Geschehen richten ist für ihn nicht drin: Seit 2009 weiß er das analoge Handwerk zu schätzen, bei dem jeder Fehler sehr schnell sehr teuer werden kann – was zur Folge hat, dass man sich automatisch viel intensiver mit der Materie befasst.


Josh Matthews – BS Bluntslide


Joey Pepper

Ein zur Dunkelkammer umgebautes Zimmer in der eigenen Wohnung spricht schon mal Bände: „So kann man von Anfang bis zum fertigen Abzug alles selber machen, das finde ich toll. Ganz ohne Computer, ganz langsam. Die Bilder haben dadurch in meinen Augen einen größeren Wert, und man schießt gezielter Fotos und freut sich mehr über das Ergebnis. Von dem Look mal ganz absehen.“
Als eine seiner größten Inspirationsquellen zählt er zum Beispiel Eric Mirbachs Erstling „Incidentials“, doch kein Wunder: Für Mr. Groß hat nämlich auch alles mit einem Blick durch Eric Mirbachs FM2 angefangen, auf einer Tour in Spanien, und die Faszination war so groß, dass er direkt nach der Tour sämtliche Ebay-Seiten durchforschte, um sich auch so eine analoge Kamera zu beschaffen. Eingestiegen mit einer Canon AE1, umfasst seine Kamera-Sammlung mittlerweile so ziemlich alles von Snapshot bis Mittelformat.


Dylan Rieder – Wallie

„Für mich persönlich waren Fotos, die das Drumherum zeigen, schon immer spannender. Oder auch Skatefotos mit Available-Light, bei denen der Fotograf ein bisschen weiter abseits steht. Ich mag einfach schnell eingefangene Momente, die nicht abhängig von Blitzen entstanden sind und den Augenblick einfach so zeigen, wie er ist“, berichtet der gebürtige Rostocker, der inzwischen in Dresden lebt.„Durch Tom Kleinschmidt und Octavio Trindade habe ich so viel Neues hier in Dresden gelernt, weil jeder andere Sachen gut kann und man letztlich gar nicht weiß, wozu man eigentlich noch so fähig ist, bis mal jemand sagt, ‘probier’ doch mal’.“ Wie unschwer zu erkennen, ist Erik Groß extrem lebens- und wissensdurstig – und wir hoffen, dass er bald wieder in seiner Dunkelkammer verschwindet, um uns seine Sicht der Dinge zu präsentieren. Bis dahin lohnt sich ein Blick auf seine neu gelaunchte Webseite.


Keith Hufnagel


Dan Plunkett


Brad Cromer


Joey Pepper


Josh Matthews


Peter Ramondetta


Kevin Terpening


Ryan Lay


Dylan Rieder

Text: Daniel Pannemann
www.erik-gross.net

Das Cons Team Iberia mit einem ziemlich schönen Clip, der an einem Wochenende in einem Wald geschossen wurde. Das Team um Pali Negrín, Carlos Neira, Cristian Sánchez, Dani Quintero und Octavio Barrera zurück zu den – buchstäblichen – Wurzeln. Und auch wenn die Idee nicht ganz neu ist, sticht dieser Clip von Dani Millán doch aus der Masse heraus.

Nach den ersten Eindrücken hinter die Kulissen der #SK8DLXCHINA Tour kommen nun die Webisoden an den Start. Im ersten Teil knöpfen sich Denny Pham, Willow, Ben Dillinger und Christoph Radtke die perfekten Spots in Guangzhou vor und das ist nur das Warm Up – die nächste Webisode erscheint am kommenden Adventssonntag. Stay tuned.

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